Usedom ist mit ca. 1917 Sonnenstunden im Jahr die sonnenreichste Region in Deutschland. Ein Badeparadies wie aus dem Bilderbuch, mit seinen 40 km langen weißen, steinfreien Sandstränden, der wunderschönen heimischen Ostsee und viel Geschichte. Usedom hat den Titel „beliebteste Ferieninsel“ der Deutschen redlich verdient. Sie besitzt eine Fläche von 445 km², wobei 373 km² deutscher Besitz sind und 72 km², der östliche Teil Usedoms, zum polnischen Besitz gehört. Das wunderschöne an der Insel Usedom sind die vielen Hügel, romantischen Wälder und Binnenseen.

Eine Insel entsteht – Usedom

Entstehung Usedoms

Die Insel entstand, wie so viele Inseln, aus einem Endmoränebogen, ein Teil dieser Endmoräne ist vor tausenden von Jahren gebrochen und befindet sich nun auf der Insel Wollin. Er bildete sich an der Stirnseite des zurück schmelzenden skandinavischen Eises, zur Weichseleiszeit, die vor 15.000 Jahren stattfand. Das damalige Schmelzwasser floss in Richtung Süden, wo es sich in einem Eisstausee ansammelte, welches heute das Stettiner Haff genannt wird. Ein Nachweis dafür sind die Findlinge aus fremden Gestein. Ausnahmslos stammten diese einige Tonnen schweren und mehrere Kubikmeter großen Findlinge aus Skandinavien und auf Grund ihrer gewaltigen Größe, können sie nur von Eis hierher transportiert worden sein. Ein Einblick in die geologische Vergangenheit wird in der Freilandausstellung im Forstamt dargeboten. Der älteste aufgefundene Findling ist mehr als 2 Milliarden Jahre alt, der größte je erblickte Findling wiegt ca. 7 Tonnen.

Ein Findling auf Usedom aus der Eiszeit mit seinen neuen Bewohnern. Bild: Gerd Pfaff / pixelio.de

Geschichtliche Daten

Die erste Besiedlung fand im Jahre 7.000 – 4.500 v. Chr. von nordischen und germanischen Stämmen statt. Das ergaben Funde auf der Insel, bei denen einige für die Wissenschaftler kostbare Steinwerkzeuge und Megalithgräber geborgen wurden. Um das 4. Jahrhundert nach Christus wanderten die Germanen in den Süden ab und etwa ab dem 7. Jahrhundert bewohnten slawische Stämme die Insel. Die Christianisierung erfolgte zu Beginn des Jahres 1128 im Auftrag des deutschen Königs. 1216 wurde die Kirche in Liepe urkundlich erwähnt und erweist sich somit als älteste Kirche auf der gesamten Insel.

Insel Usedom von oben aus der Vogelperspektive. Bild: Linda Dahrmann / pixelio.de

Das Stadtrecht erhielt Usedom im Jahre 1298. Ab dem Jahre 1648 gehörte die Insel Usedom zu Schweden. Nach dem Ende des Nordischen Krieges gehört Sie dem Königreich Preußen an. Die “Besitzer” wechselten also häufig, in der Geschichte der Insel. 1820 bis 1825 wird dann in Swinemünde offiziell die Badelizenz ausgesprochen. Die Fischerei war bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts die Haupteinnahmequelle von Einheimischen. Die Seebäder auf der Insel erhielten nacheinander den offiziellen Namen „ Ostseebad“. Am Ende des 19. Jahrhunderts galt Heringsdorf amtlich als „Luxusbad“ Usedoms.

Eines der vielen Sehenswürdigkeiten auf Usedom – Die Seebrücke bei Heringsdorf. Bild: Otmar Luttmann / pixelio.de

1933 verbindet die bei Karmin erbaute Eisenbahnbrücke die Insel mit dem Festland. Zu diesem Zeitpunkt darf Sie sich die größte und modernste Eisenbahnbrücke Europas bezeichnen. Im 2. Weltkrieg erliegt auch Usedom den Bombenangriffen. Am dem 06.10.1945 erhält Polen die östliche Spitze  von Usedom und somit auch die Stadt Swinemünde, zum heutigen Zeitpunkt trägt sie den polnischen Namen Swinoujscie. Nach und nach entwickelt sich die Insel zum Urlauberparadies der DDR. Am dem 21.12. 2007 wird die Grenze zwischen deutschen und polnischen Grenzgebiet für den Verkehr eröffnet.

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