Trassenheide entstand aus einer Not heraus. Zu der Zeit war die Ostsee sehr stürmisch und ungehalten, sie überflutete sehr oft alles Grün. Um zur damaligen Zeit eine Schafherde, die sich am Strand befand, vor dem ertrinken zu retten, erbaute man einen sehr großen Schafstall. 1823 siedelten 13 Fischer in einer abgelegenen Strandgegend an und gaben dem Dorf den Namen „ Hammelstall“. Auf eigene Anfrage erhielt die Kolonie den jetzigen Namen „Trassenheide“. 1840 wurden bereits 138 Einwohner in diesem Dorf nachgewiesen.
Im Juli 2006 erhielt der 4 km lange, fast steinfrei und flach in das Meer abfallende Strandabschnitt, den Namen Ostseebad.

Trassenheide bietet Natur und Kurioses

Nicht zuletzt weil die Wasserqualität hervorragend ist, das testet der ADAC regelmäßig. Zum heutigen Zeitpunkt ist es eins der kleinsten Seebäder auf der Insel Usedom. Im Hinterland erblickt man weite Wiesen, Moor und alles übersäht mit Heide. Wer die Ruhe und die Schönheit der Natur sucht, ist hier in Trassenheide, an der richtigen Stelle. Naturliebhaber schätzen die Besonderheit der Flora und Fauna. Überall gibt es Strandastern und – Disteln, Feldlerche sowie Beeren und Pilze zu entdecken. Der Graureiher und der fast ausgerottete Seeadler sind hier in der meist hier unberührten Natur heimisch.

Strand-Panorama im Winter bei Trassenheide auf Usedom. Bild: Sven Richter / pixelio.de

Sehenswert ist in Trasseheide die Schmetterlingsfarm Ausstellung, die nach eigenen Angaben mit ihrer Größe von 5.000 m² die größte Europas ist. Vor 150 Jahren begann alles mit einer Familienleidenschaft. Zwei Farmen haben sie bisher aufgebaut, eine wurde im Jahre 2000 in Steinhude gegründet und eine weitere folgte im Jahre 2005, hier in Trassenheide. Lange suchte die Familie nach einem geeigneten Domizil, welches tropisches Klima im hohen Norden Deutschlands ermöglichte. Jetzt sind hier 60 verschiedene Schmetterlingsarten zu Hause. Wichtig für die naturgetreue Haltung sind die dazugehörige Luftfeuchtigkeit, die speziellen Temperaturen und einige exotischen Pflanzen. Der spektakulärste Falter hat eine Flügelspanne von 30 Zentimetern.

Schmetterlingsfarm in Trassenheide auf Usedom – Ein Atlasspinner. Bild: Sven Richter / pixelio.de

Mehr als 3.000 Falter leben nun auf dem Feriendomizil Usedom. Jeder der die Farbenvielfalt der Tropen hier bei uns in Deutschland live erleben will, sollte das besonders schön gestaltete Gelände, mit seinen extra großen Freiflughallen und den sich darin befindenden Wasserfällen, nicht verpassen. Selbst ein Schmetterlingsmusseeum und ein Insektarium – eine Ansammlung von Präparaten der Insekten, wie zum Beispiel dem größten Käfer der Welt, gibt es zu bestaunen.

Verrückte Welt, dieses Haus auf der Insel Usedom steht Kopf. Bild: Pascal Willuhn / pixelio.de

„Das Haus auf dem Kopf“ ist eine lustige Abwechslung für alle Besucher Usedoms. Besonders die Kinder entdecken hier eine ganz neue Welt. Das Dach des Hauses ist auf dem Erdboden erbaut und der Fußboden schwebt als „Dach“ in der Luft. Ein Gefälle von 6 % lässt selbst die Erwachsenen auf der Treppe nach oben etwas wanken. Im Garten vor dem Haus wurde ein Lern- und Erlebnispfad errichtet. Das „Haus auf dem Kopf“ befindet sich vor der Schmetterlingsfarm.

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