Das Eisschwimmen wird auch als Winterbaden bezeichnet und ist eine Extremsportart die überall auf der Welt bekannt oder geschätzt wird. Das Training diese Sportart beginnt bereits in den frühen Herbstmonaten und wird im Winter aber auch bis zum Frühjahr hin weiter betrieben. Der Unterschied zwischen dem Eisschwimmen und Winterbaden ist, das beim Winterbaden die Beteiligten nur für wenige Minuten im Wasser verweilen und es mehr als gesundheitsfördernde Maßnahme angesehen wird. Wo beim Eisschwimmen das eigentliche Schwimmen hinzukommt. Gern wird hier der Neopren-Anzug als Hilfsmittel genutzt, um bei den Temperaturen um die 0°C nicht zu stark und zu schnell auszukühlen.

Winterbaden auf der Insel Usedom

Das Winterbaden oder auch Winterschwimmen ist seit Jahrhunderten bekannt und wird oft als Volkssport angesehen. Bereits Johann Wolfgang von Goethe, liebte ein regelmäßiges Baden im Eis und hat – oft auch in kleinen Flüssen – ein Bad in diesem kaltem Wasser genommen.

Wer Lust bekommen hat diesen Menschen nachzueifern, sollte mit einem Training bereits im Frühherbst beginnen. Für Neulinge ist es ratsam, langsam für nur einige Sekunden seinen Körper in das kalte Wasser zu einzutauchen. Auch Wechselduschen im heimischen Badezimmer gewöhnen den Körper in kleinen Schritten an die kühlen Temperaturen.

Das Wichtigste ist immer das Training in kleinen Teilschritten

Dringend beachtet werden sollte, das beim Eintauchen selbst die Hände in die Höhe gehalten und die Füße mit Neopren-Socken geschützt werden. Der Kopf und die Haare sollten niemals in das kühle Nass eingetaucht werden. Wer die Hände, Füße und seinen Kopf über Wasser hält schützt sich bereits damit vor einer Unterkühlung. Ratsam ist es, einen Zeitraum von maximal 5 Minuten nicht zu überschreiten. Nach dem Eisbaden – oder Schwimmen – ist sofort warme Kleidung anzuziehen!

Der Organismus benötigt dies, um einen Schock vorzubeugen. Eisbaden fördert, gesundheitlich nachgewiesen, eine Stärkung des Immunsystems, ebenso reagiert der menschliche Körper nicht mehr so extrem auf Kälte – das Resultat: man friert nicht so schnell.

Nur nicht so schüchtern, die Überwindung findet im Kopf statt! Foto: Lucie Gerhardt / pixelio.de

Usedom Eisbaden zum Anbaden eines neuen Jahres

Meist beginnt man mit dem ersten Anbaden am 1. Januar. Hier auf der Insel Usedom gibt es viele kleine Ort wo zum Eisbaden geladen wird. Fast jedes Seebad bietet ein jährliches Winterbadefest an. Früher waren es nur wenige Menschen die sich in das kühle Nass trauten. Doch der Tourismus zeigte, dass Eisbaden in der Ostsee jährlich an Beliebtheit steigt. Daher ließen es sich die Rüganer nicht lange bitten und veranstalteten ein jährliches Winterbadespektakel. Das Außergewöhnliche daran ist, daß hier eine bunte Kostümpflicht gilt. Eine Urkunde und ein Pokal für „den ältesten Bader“ und „die originellste Badetruppe“, wecken den Ergeiz jedes Einzelnen hier auf der Insel. Wer möchte, kann nach dem Eisbaden noch bis spät am Abend an der Strandparty auf Usedom, bei Speisen und Getränke verweilen.

Twittern Artikel twittern «